"Mehr als Hochwasserschutz"

Spatenstich für Deich vor Braubach - Conrad: "Teil des Gesamtkonzepts"

BRAUBACH. Die erste Schneise ist schon geschlagen - gestern erfolgte auch offiziell der erste Spatenstich für den Hochwasserschutz Neustadt Braubach. Große Freude bei den zahlreich erschienenen Kommunalpolitikern, strahlende Gesichter bei den Anwohnern der Neustadt und viel Optimismus bei Margit Conrad, der rheinland-pfälzischen Umweltministerin, die zu diesem Ereignis aus Mainz gekommen war.

Sie leitete damit den offiziellen Baubeginn des rund 850 Meter langen Deiches ein. Mit seinem Bau wird ein Hochwasserschutz im Bereich der Neustadt entsprechend einem 65-jährlichen Hochwasserereignis sichergestellt, so dass der gesamte Stadtbereich Braubach über ein einheitliches Schutzniveau verfügen wird. Die Baukosten werden rund sieben Millionen Euro betragen, von denen das Land 90 Prozent übernimmt. Die Maßnahme soll im Jahr 2007 abgeschlossen sein.

Die Bevölkerung könne wieder Mut schöpfen, sagte die Ministerin. Nach dem Hochwasserschutz Altstadt werden jetzt auch die Fluten aus der Neustadt ausgesperrt. Das Projekt sei aber noch "mehr als Hochwasserschutz", so Conrad, "Es ist eine Investition in die Region und für das Mittelrheintal." Conrad sprach auch die weiteren Hochwasserschutzprojekte in der Region an: Nach Bingen, Spay, Kamp-Bornhofen und Ehrenbreitstein solle Koblenz folgen. Und sie stellte fest: "Wir haben noch viel vor!"   Karin Kring

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 06.12.2005, Seite 17.

Freude für alle, die an der Verwirklichung mitgearbeitet haben: Umweltministerin Margit Conrad (3. von links) tat den ersten Spatenstich für den Hochwasserschutz Braubach.  Foto: Kring