Hochwassernotgemeinschaft Braubach

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Hochwasserschutz Neustadt

Finanzierung ist jetzt „wasserdicht“

Nun wird nicht nur die Braubacher Altstadt, sondern auch die Neustadt vor den Hochwasserfluten des Rheins endlich geschützt sein: Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landes sagte jetzt nachdrücklich "Ja" zum Schutzprojekt vor Braubachs Neustadt und sicherte die Finanzierung.

HWNG-Vorsitzender Heinz Scholl und der 1. Beigeordnete der Stadt Braubach Willi Volk hatten der Sitzung im Mainzer Landtag auf Einladung des heimischen Abgeordneten Roger Lewentz beigewohnt und wurden zum ersten Tagesordnungspunkt „Hochwasserschutz Braubach Neustadt“ auch ausdrücklich von der Ausschussvorsitzenden Astrid Schmitt begrüßt. Diese hatte sich bereits vor Wochen in Vorbereitung der Sitzung ein persönliches Bild von der Hochwassersituation in Braubach bei einer Ortsbesichtigung und Gesprächen mit dem Vorstand der HWNG, der Stadtbürgermeisterin Rita Wolf und dem Abgeordneten Roger Lewentz gemacht.

Mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP wurde dann das Vorhaben "Hochwasserschutz Neustadt" am Donnerstag, dem 22. September in Mainz im Haushalts- und Finanzausschuss des Landes Rheinland-Pfalz verabschiedet. Die Fraktionsvertreterin von Bündnis 90/Die Grünen hatte zwar nicht zugestimmt, da sie Bedenken gegen das Finanzierungsmodell (eine private Vorfinanzierung nach dem "Mogendorfer Modell)hatte, in der Sache aber ausdrücklich die Notwendigkeit und auch Dringlichkeit für den Hochwasserschutz vor der Braubacher Neustadt in ihrem Redebeitrag herausgestellt.

„Die Hochwassernotgemeinschaft hat etwas erreicht, was ein echter Glücksfall ist: Alle Fraktionen im Stadtrat waren sich einig, dass das Projekt notwendig ist, alle Parteien im Landtagsausschuss ebenfalls. Mehr kann man nicht erreichen,“ so Heinz Scholl in einem ersten Resümee der Arbeit in den vergangenen Jahren gegenüber der Presse. Scholl weiter: „Wir haben alle unsere Hausaufgaben gemacht. Das heißt, die Planung steht, die Ausschreibung ist erfolgt. Was fehlte war noch die Finanzierung - und die ist jetzt gesichert. Ich gehe davon aus, dass der erste Spatenstich in den nächsten Wochen erfolgt, dass Anfang 2006 heftige Erdbewegungen erfolgen und - hoffentlich - Ende 2007 die Neustadt hochwasserfest ist. Für Braubach ist der Hochwasserschutz eine echte Chance in vielerlei Hinsicht: Der Damm wird nicht nur Schutz sein, sondern auch das Stadtbild beeinflussen und prägen. Er kann als Rad- oder Spazierweg genutzt werden, bietet die Möglichkeit, die Stadt touristisch aufzuwerten. Die Menschen in der Neustadt werden wieder in ihre Häuser und Anwesen investieren. Sie haben wieder Mut.“


 

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Erinnerungsfoto an schlimme Tage und Nächte der Neustadt in den vergangenen Jahren.

Der Baubeginn ist in greifbare Nähe gerückt.

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Erinnerungsfoto mit einigen Wegbereitern der so wichtigen Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses für Braubachs Hochwasserschutz und Stadtentwicklung in der Zukunft(von links): Jaqueline Kraege (Staatssekretärin im Umweltministerium), Heinz Scholl (HWNG-Vorsitzender), Astrid Schmitt (Ausschussvorsitzende), Willi Volk (1. Beigeordneter), Roger Lewentz (MdL), Professor Dr. Ingolf Deubel (Staatssekretär im Finanzministerium) und Joachim Mertes (SPD-Fraktionsvorsitzender).