Hochwassernotgemeinschaft Braubach

Vertretern der Wasserwirtschaft informierten den Vorstand auf der Baustelle Einhaltung der Bauzeitenplanung war Thema

Der Braubacher HWNG-Vorstand lies sich von Vertretern der Wasserwirtschaft auf der Baustelle vor der Neustadt über den aktuellen Sachstand der Bauarbeiten am Hochwasserschutz informieren. Die mittlerweile hinlänglich bekannte Altlastenproblematik und die für die beobachtenden Anlieger nur langsam fortschreitenden Bauarbeiten während des Sommers waren Anlass vielfältiger Gerüchte und Ängste. HWNG-Vorsitzender Heinz Scholl hatte daher kurzfristig einen Informationstermin mit den zuständigen Vertretern der Wasserwirtschaft in Montabaur, Regionalstellenleiter Hans-Joachim Schalm und Sachbearbeiter Ernst-Dieter Kuczera, vereinbart. HWNG-Geschäftsführer Kurt Clos brachte hierbei mit starker emotionaler Anteilnahme die Sorge zum Ausdruck durch einen zu großen baulichen Rückstand vor der Fertigstellung nochmals ein heftiges Hochwasser erleben zu müssen. Die Vertreter der Wasserwirtschaft erläuterten in diesem Zusammenhang ihre Verantwortung bei der Errichtung des Hochwasserschutzbauwerkes und ihre Verpflichtung gegenüber dem Steuerzahler, die dafür vorgesehenen Finanzmittel auch entsprechend sorgfältig einzusetzen. Auf die Frage von Heinz Scholl nach einer konkreten Aussage zum derzeitigen echten Zeitverlust im Bauzeitenplan, waren die HWNG-Vertreter erfreut zu hören, dass der Zeitverlust seitens der Wasserwirtschaft mit nur vier Wochen beschrieben wurde. Da bei der Bauzeitenplanung Unabwägbarkeiten, wie z. B. Hochwasser, als natürlicher Baustopp immer eingeplant sind, sehe man sich aber immer noch im tolerierbaren Rahmen der Bauzeitenplanung.

Abschließend vereinbarten HWNG-Vorstand und Wasserwirtschaftsvertreter zur Klärung möglicher offener Fragen - und Vermeidung von nicht der Sache dienenden Gerüchten - in der Zukunft alle 8 bis 10 Wochen eine gemeinsame Baustellenbegehung unter Einbeziehung der örtlichen Verwaltung.

Bei der Baustellenbegehung regte der HWNG-Vorstand an, dass Bauschäden - wie z. B. im Bereich des Schulgeländes und des katholischen Kindergartens - möglichst zeitnah wieder repariert werden und nicht erst wenn die gesamte Hochwasserschutzmaßnahme abgeschlossen ist.